Berlin - Der Landeselternausschuss hat Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) wegen der Corona-Lage aufgefordert, die Abiturprüfung dicht an das Schuljahresende zu rücken. Der Berliner Zeitung liegt ein entsprechendes Schreiben vor.    

Sollte Scheeres der Forderung nachkommen, würden die Abiturprüfungen in Berlin nicht im April nach den Osterferien (29. März bis 10. April), sondern erst im Juni stattfinden. Zudem forderte der Ausschuss, die Schwerpunkte der Prüfungsinhalte zu präzisieren, also die Prüfungsthemen noch mal einzugrenzen.

Darüber hinaus bitten die Eltern in dem Schreiben, folgende Empfehlungen verbindlich umzusetzen: Reduzierung der Anzahl von Klassenarbeiten und Klausuren,  Schwerpunktsetzung und Ermöglichung von Wahlthemen sowie eine vergrößerte Auswahl der Klausurthemen im Abitur.

Scheeres hatte bereits am Freitag angekündigt, den letzten Schultag für die Abiturienten in Berlin um drei Wochen nach hinten zu verlegen. Eigentlich war der 23. März vorgesehen, jetzt wird der 13. April der letzte Schultag.

Die Berliner Bildungsverwaltung möchte am Dienstag bekanntgeben, ob die Prüfungen in Berlin verschoben werden oder nicht. Ein Sprecher von Senatorin Scheeres (SPD) sagte am Montag über die Forderung der Eltern: „Wir sind verwundert, dass der Landeselternausschuss nicht die Vertraulichkeit von Gesprächen wahrt.“