Brüssel - Im Kampf gegen die Corona-Pandemie sollen die Ergebnisse bestimmter Corona-Schnelltests künftig in allen EU-Staaten anerkannt werden. Auch für den bevorzugten Einsatz dieser Tests seien gemeinsame Kriterien entwickelt worden, teilte der Rat der Mitgliedsländer mit. Eine entsprechende Ratsempfehlung wurde demnach einstimmig verabschiedet, ist rechtlich aber nicht bindend.

Der gemeinsame Rahmen für den Gebrauch der Corona-Tests sowie die Anerkennung von Ergebnissen sei ein zentrales Instrument, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen und zu einem funktionierenden Binnenmarkt beizutragen, hieß es. Die Anerkennung der Testergebnisse sei zudem wesentlich, um grenzüberschreitenden Verkehr zu erleichtern.

Die EU-Kommission hatte im Dezember Vorschläge für den Einsatz der Schnelltests gemacht. Die 27 EU-Staaten sollten sich auf eine gemeinsame Liste der Präparate einigen. Antigen-Schnelltests gelten insgesamt als etwas weniger zuverlässig als die überall anerkannten PCR-Tests, die im Labor ausgewertet werden müssen. Die EU-Staaten verständigten sich nun unter anderem darauf, dass die Schnelltests etwa in sogenannten Corona-Hotspots zum Einsatz kommen sollten. Die Liste anerkannter Präparate soll darüber hinaus jederzeit angepasst werden können.