Berlin - Die FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat sich dafür ausgesprochen, die Corona-Schutzimpfung in der Bundeswehr verpflichtend einzuführen. Dazu solle sie in den Katalog der duldungspflichtigen Impfungen aufgenommen werden, sagte Strack-Zimmermann der Deutschen Presse-Agentur. Dies solle für Soldaten gelten, aber auch für Zivilbeschäftigte, die ebenfalls in Einsätze gingen.

Zugleich wies sie darauf hin, dass die Impfquote in den Teilstreitkräften der Bundeswehr bei über 80 Prozent liege und damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt. „Hinzu kommen Soldatinnen und Soldaten, die sich privat haben impfen lassen, was in Deutschland aus Gründen des Datenschutzes vom Arbeitgeber nicht erfasst werden darf“, sagte sie.

Impfung ist Voraussetzung für Einsatzbereitschaft

Mit der Duldungspflicht für eine Reihe von Impfungen sei für Soldatinnen und Soldaten ein Basis-Impfprogramm als Voraussetzung für die sofortige Einsatzbereitschaft eingeführt worden. „Unter anderem gehören dazu Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Grippe und Hepatitis A und B, beim Einsatz in Mali beispielsweise auch die Impfung gegen Gelbfieber. Die Covid-19-Impfung gehört noch nicht dazu“, sagte sie.

„Das Verteidigungsministerium hat es bedauerlicherweise versäumt, diese Duldungspflicht auch für das zivile Personal anzupassen. Denn im Einsatz sind nicht nur Soldatinnen und Soldaten, sondern auch Zivilistinnen und Zivilisten“, sagte Strack-Zimmermann. Klug sei es, dies gemeinsam mit den Interessenvertretern der Bundeswehr auf den Weg zu bringen.