Berlin - Als Folge der Corona-Pandemie mit eingeschränktem Freizeitangebot und viel Zeit zu Hause rechnen Augenärzte mit einer Zunahme der Kurzsichtigkeit bei Kindern. „Es ist zu erwarten, dass in der Pandemie durch übermäßiges zu nahes Sehen auf Handys oder Tablets die Kurzsichtigkeit unter Kindern zugenommen hat“, sagte der Sprecher des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands (BVA), Ludger Wollring, der Deutschen Presse-Agentur. „Uns liegen dazu keine Daten vor, aber frühere Studien lassen diese Auswirkung vermuten.“ Um Kurzsichtigkeit bei Kindern vorzubeugen, sei Tageslicht ein wichtiger Faktor. Selbst dämmriges Tageslicht sei besser als Kunstlicht.

„Vor allem langes Spielen am Handy oder Tablet kann bei Kindern zu Kurzsichtigkeit führen“, sagte Wollring. „Unter Lockdown-Bedingungen mit wenig Freizeitangebot sollten Eltern mit ihren Kindern besonders viel rausgehen.“

Der BVA wurde 1950 gegründet. Er fördert und vertritt die Berufsinteressen der Augenärzte.