Corona: Gesundheitsbehörde rät unter 30-Jährigen von Moderna-Impfstoff ab

Das Risiko einer Herzmuskelentzündung sei höher als beim Biontech-Vakzin. Die Empfehlung der französischen Gesundheitsbehörde könnte politische Folgen haben.

Menschen zwischen zwölf und 29 Jahren sollten sich nach Empfehlung der obersten Gesundheitsbehörde Frankreichs den Impfstoff von Moderna nicht spritzen lassen (Symbolbild).
Menschen zwischen zwölf und 29 Jahren sollten sich nach Empfehlung der obersten Gesundheitsbehörde Frankreichs den Impfstoff von Moderna nicht spritzen lassen (Symbolbild).Imago/Sebastian Barros

Paris-Frankreichs oberste Gesundheitsbehörde hat Menschen unter 30 Jahren vom Corona-Impfstoff des Herstellers Moderna abgeraten. Es bestehe bei diesem Impfstoff in der Altersgruppe ein geringes, aber etwas höheres Risiko für Herzmuskelentzündungen als beim Impfstoff von Biontech/Pfizer, hieß es in einer Empfehlung der Behörde vom Montagabend. Soweit möglich, sollten Menschen zwischen zwölf und 29 Jahren daher nicht mit Moderna gegen das Coronavirus geimpft werden.

Die Corona-Impfstoffe der Hersteller Astrazeneca und Johnson & Johnson sind in Frankreich für Menschen unter 30 Jahren ohnehin nicht empfohlen. Politische Entscheidungen treffen kann die Gesundheitsbehörde nicht. In der Regel folgt die französische Regierung aber ihren Empfehlungen.

In Frankreich sind knapp 75 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. In den vergangenen Tagen nahmen die Infektionen wieder leicht zu. Zuletzt wurden landesweit innerhalb einer Woche pro 100.000 Menschen etwa 73 Neuinfektionen gemeldet.