Berlin - Das traditionsreiche Hotel Hecker’s am Kudamm muss nach über 50 Jahren den Betrieb zum 30.April einstellen. Grund dafür seien die fehlenden Einnahmen im Corona-Lockdown, wie der RBB auf seiner Internetseite berichtet. 

Der Sender zitiert den angestellten Hotel-Chef Matthias Kiesel. Er erklärt, dass mit der Corona-Pandemie die Gästezahlen drastisch zurückgegangen sind. Seit letzten März seien die Einnahmen „mehr oder weniger um 80 bis 90 Prozent eingebrochen“, so Kiesel weiter. Jeden Monat werde „praktisch Geld verbrannt“. Er könne den Entschluss der Eigentümer, das Hotel zu schließen, verstehen – man müsse „pragmatisch denken“, so der Hotelchef. Die Schließung des Hotels abzuwickeln, sei für ihn eine Premiere. Nur eines stehe dabei für ihn schon fest: „Ich baue lieber ein Hotel auf, als eines abzuschließen.“

Fast jedes vierte Hotel (23,2 Prozent) in Deutschland ziehe gerade eine Betriebsaufgabe „konkret in Erwägung“. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands e.V. (Dehoga), aus der der RBB zitiert. Knapp 62,5 Prozent der Befragten gaben an, um ihre Existenz zu bangen (dehoga-bundesverband.de).

Die Berliner Zeitung berichtet in einem Dossier über Restaurants, Hotels und Bars, die die Pandemie nicht überstanden haben.