New YorkDie Aussicht auf einen wirksamen Impfstoff in der Corona-Pandemie hat der Unternehmensführung des US-Pharmakonzerns Pfizer einen Millionengewinn beschert.  Pfizer-Chef Albert Bourla verkaufte nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP am Montag Unternehmensanteile im Wert von knapp 5,6 Millionen US-Dollar (rund 4,7 Millionen Euro). 

AFP beruft sich auf Dokumente, die an die US-Börsenaufsicht SEC übermittelt worden seien. Am selben Tag wurden die vorläufigen Studienergebnisse zur Wirksamkeit des Impfstoffs veröffentlicht.

Bourla soll über 132.000 Pfizer-Aktien zum Stückpreis von 41,94 Dollar verkauft haben. Die Vizechefin von Pfizer, Sally Susman, soll zudem 44.000 Aktien für rund 1,8 Millionen Dollar verkauft haben. Die Pfizer-Aktie hatte enorm zugelegt, nachdem der Konzern gemeinsam mit dem Mainzer Pharmaunternehmen Biontech eine mehr als 90-prozentige Wirksamkeit des von Biontech entwickelten potenziellen Impfstoffs verkündet hatte. 

Pfizer äußerte sich zu den Aktiengeschäften auf AFP-Anfrage zunächst nicht. Der US-Sender CNN zitierte einen Unternehmenssprecher, wonach bereits seit längerem vorgesehen gewesen sei, dass die Anteilsscheine bei Überschreiten eines bestimmten Schwellenwertes beim Aktienkurs abgestoßen werden. Solche vorab vereinbarten periodischen Veräußerungen sollen Führungskräfte vor Vorwürfen des Insiderhandels schützen.