Berlin - Die Hauptstadt will jetzt alle Lehrer flächendeckend gegen das Coronavirus impfen, Kita-Erzieher und Grundschullehrer haben schon ein Impfangebot bekommen. Doch auch in Berlin gibt es ein Astrazeneca-Problem. Der Impfstoff ist gerade bei eher jüngeren Menschen umstritten. Denn es traten in sehr seltenen Fällen nach der Impfung Hirnvenenthrombosen auf. Mögliche Zusammenhänge werden noch geprüft.

Die Folge: Der Impfstoff bleibt liegen. Wie der Tagesspiegel berichtet, sollen 100.000 Astrazeneca-Dosen in Berlin vorrätig sein und auf Halde liegen. Selbst Michael Müller bestätigte, dass es bei dem britisch-schwedischen Vakzin eine Zurückhaltung gebe. Und obwohl Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) die Wahlfreiheit genau wegen dieser Zurückhaltung aufgehoben hatte, gibt es die Wahlfreiheit für Berlins Lehrer auch weiterhin. Wie ein Sprecher der Bildungsverwaltung bestätigt, können sich Lehrerinnen und Lehrer den Impfstoff aussuchen. Nach Recherchen der Berliner Zeitung darf auch Kita-Personal von der Wahlfreiheit Gebrauch machen. Die Wahlfreiheit wurde für Lehrer und Erzieher wieder eingeführt, nachdem die Astrazeneca-Impfungen in der vergangenen Woche kurzzeitig gestoppt worden war.   

Wer Biontech wählt, muss dafür offenbar warten

Doch auch nachdem der Stoff wieder freigegeben wurde, konnten Lehrer und Erzieher weiter frei wählen. Bis jetzt. Allerdings kann es zur Verzögerung kommen. Wer sich gegen Astrazeneca entscheidet, muss warten. Das berichten Lehrer und Erzieher der Berliner Zeitung.

Gewählt wird dann häufig der verträgliche aber schwer lagerbare Stoff von Biontech/Pfizer. Die Forderungen, Astrazeneca für alle Impfwilligen freizugeben, mehren sich.