Das RKI hat mit einer veralteten Meldung zu einem  möglichen Impfstoff gegen Corona für Verwirrung gesorgt
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BerlinDas Robert-Koch-Institut (RKI) hat mit der Veröffentlichung eines alten Strategiepapiers für Verwirrung gesorgt. „Vorläufige Prognosen lassen die Verfügbarkeit eines Impfstoffs (gegebenenfalls mehrerer) bis Herbst 2020 möglich erscheinen“, hieß es in der am Mittwoch veröffentlichten Publikation mit dem Titel „Die Pandemie in Deutschland in den nächsten Monaten“. Allerdings ist diese Publikation nach Angaben einer Sprecherin „völlig veraltet“ und „nicht mehr aktuell“. Sie sei „versehentlich veröffentlicht“ worden. 

Bei der Veröffentlichung sei ein „sehr ärgerlicher Fehler“ unterlaufen, teilte eine Sprecherin gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland mit. „Bei dem veröffentlichten Papier handelt es sich um eine völlig veraltete, inzwischen mehrfach überarbeitete Version, die nicht zur Veröffentlichung vorgesehen war.“ Mehrere Medien hatten das Papier aufgegriffen, darunter auch die Berliner Zeitung. 

Das RKI gehe ausdrücklich nicht davon aus, dass ein Corona-Impfstoff schon bis Herbst zur Verfügung stehen könnte, stellte die Sprecherin klar. Das Institut habe das Papier inzwischen gelöscht und werde in Kürze eine aktuelle Version des Positionspapiers publizieren.

In dem veralteten Papier war die Rede davon, dass Prognosen die Verfügbarkeit eines oder mehrerer Impfstoffe bis Herbst 2020 „möglich erscheinen“ ließen. Allerdings warnte das RKI vor überhöhten Erwartungen. Es sei „gefährlich, zum jetzigen Zeitpunkt darauf zu vertrauen, dass mit einer Impfung ab dem Herbst 2020 die Pandemie beherrschbar wird“.

An Impfstoffen gegen das Coronavirus wird zurzeit weltweit geforscht. Die Zulassung eines solchen Präparats in Russland am Dienstag löste allerdings breite Skepsis aus. Im Raum steht vor allem der Vorwurf, es sei bislang nicht ausreichend erprobt.