Berlin - Kontaktbeschränkungen und Ausgangsbeschränkungen gelten von diesem Sonntag an nicht mehr für vollständig Geimpfte und von einer Corona-Infektion genesene Menschen. Bei privaten Zusammenkünften werden sie mit Blick auf die sonst geltenden Obergrenzen nicht mitgezählt. Sie sind auch von der nächtlichen Ausgangsbeschränkung ab 22 Uhr ausgenommen. Über zehn Prozent der Berliner sind vollständig gegen Corona geimpft. 160.812 Menschen in der Hauptstadt gelten als genesen. Das geht aus dem täglichen Lagebericht der Gesundheitsverwaltung hervor. 

Die Senatsverwaltung für Gesundheit hatte dazu mitgeteilt, dies sei „ein Fortschritt in Richtung etwas mehr Normalität“ für einige Menschen, jedoch noch nicht für die Mehrheit. Die Zahl der vollständig Geimpften sei noch relativ gering. Eine vollständige Entwarnung kann Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) noch nicht geben, da die Inzidenz am Sonntag weiter angestiegen ist. Sie liegt aber noch unter 100.

Erlaubt sind in Berlin bislang im Freien private Treffen von höchstens fünf Personen aus zwei Haushalten. Drinnen ist der Besuch einer Person gestattet. Schon jetzt werden dabei jeweils Kinder unter 14 Jahren nicht mitgezählt.

In Berlin werden Genesene und Geimpfte bislang bereits weitgehend mit Negativ-Getesteten gleichbehandelt. Sie dürfen ohne Test einkaufen und zum Friseur oder ins Museum gehen. Das gilt ab dem Zeitraum von 15 Tagen nach der Zweitimpfung. Die Pflicht zum Tragen einer Maske an bestimmten Orten sowie das Abstandsgebot im öffentlichen Raum gelten aber weiterhin.