Berlin - Corona-Lockerungen stehen vor der Tür. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Berlin am Donnerstagmorgen bei 83,4 und damit den dritten Tag in Folge unter 100. Das teilt das Robert-Koch-Institut (RKI) auf seinem Dashboard mit. Damit sieht es gut aus, dass die Bundesnotbremse in Berlin außer Kraft gesetzt werden kann. Allerdings wurden in der Stadt in den letzten 24 Stunden 707 Neuinfektionen gemeldet. Sechs weitere Menschen starben in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Laut Gesetz wird die Notbremse aufgehoben, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf Werktagen hintereinander unter 100 liegt. Samstage werden mitgerechnet, Sonn-und Feiertage werden in der Rechnung nicht mitgezählt. Auch Christi Himmelfahrt (Vatertag) dürfte nicht mitzählen.

Bleibt die Inzidenz aber weiter unter 100, kann es also Mitte nächster Woche in Berlin zu Corona-Lockerungen kommen. Die Ausgangssperre könnte dann aufgehoben und Kontaktbeschränkungen gelockert werden.

Auch für den Einzelhandel gelten dann wieder dieselben Regeln wie vor der Notbremse, nach denen eine bestimmte Zahl von Kunden pro Quadratmeter Ladengröße eingelassen werden darf.

Situation in den Kliniken entspannt sich langsam

Wie die Gesundheitsverwaltung am Donnerstag in ihrem Lagebericht bestätigt, macht Berlin deutliche Fortschritte in Sachen Corona-Bekämpfung: Über 31 Prozent der Berliner haben jetzt die Erstimpfung gegen Corona erhalten, über elf Prozent haben schon die zweite Impfung und verfügen demnach über den vollen Schutz.

Die Situation in den Kliniken scheint sich langsam zu entspannen: Die Auslastung bei den Intensivbetten für Covid-19-Patienten ist auf 21,6 Prozent gesunken. Diese Corona-Ampel steht noch auf Gelb. Sinkt die Auslastung unter 15 Prozent, würde sie zurück auf Grün springen – das erste Mal wieder nach Monaten.