Berlin - In Berlin ist die Sieben-Tage-Inzidenz an Corona-Neuinfektionen weiter gesunken. Der Wert lag am Donnerstagmorgen laut Dashboard des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 361,5. Am Mittwoch hatte er noch bei 370,3 gelegen. Den Berliner Gesundheitsämtern sind 2546 Neuinfektionen sowie neun weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet worden. Die höchsten Inzidenzen sind in den Bezirken Neukölln (493,9), Treptow-Köpenick (409,2) und Spandau (406,1) verzeichnet worden. 

Die Lage auf den Intensivstationen ist laut Senatsgesundheitsverwaltung aber weiterhin angespannt. 20,2 Prozent der Intensivpatienten sind laut aktuellem Lagebericht Corona-Patienten. Die Corona-Ampel, die die Auslastung der Intensivbetten anzeigt, sprang am Donnerstag damit von Gelb auf Rot. Die Ampel für die Sieben-Tage-Inzidenz steht weiterhin auf Rot. Die Ampel für die Hospitalisierungsinzidenz steht mit einem Wert von 4,4 auf Gelb. Der Wert bedeutet: In den vergangenen sieben Tagen mussten 4,4 Menschen von 100.000 Einwohnern in Berlin mit einer Covid-Erkrankung ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Corona: Bundesweit 73.209 Neuinfektionen

Auch bundesweit ist die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen nach einem wochenlangen Anstieg den dritten Tag in Folge zurückgegangen. Nach RKI-Angaben vom Donnerstagmorgen sank der Wert auf 439,2. Wie das RKI unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter weiter mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 73.209 Neuinfektionen verzeichnet. Die Gesamtzahl der Corona-Todesfälle in Deutschland stieg um 388 auf 102.178.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an. Seit Anfang November stieg der Wert rasant an, am 8. November übersprang er erstmals die Schwelle von 200. In der Folge wurden täglich neue Höchststände registriert. Am Dienstag meldete das RKI dann erstmals seit mehr als drei Wochen einen Rückgang der Inzidenz, die von 452,4 auf 452,2 sank. Am Mittwoch lag sie dann bei 442,9.

Mittwoch: Bundesweite Hospitalisierungsinzidenz bei 5,61

Als entscheidenden Maßstab für eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen hatten Bund und Länder am 18. November die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz festgelegt. Dieser Wert gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen wegen einer Corona-Infektion im Krankenhaus liegen.

Ab einem Wert von drei gilt in einem Bundesland flächendeckend für Veranstaltungen die 2G-Regel – das heißt, nur gegen das Coronavirus Geimpfte und von Covid-19 Genesene sind zugelassen. Am Mittwoch lag die Hospitalisierungsinzidenz laut RKI bundesweit bei 5,61.

Die Gesamtzahl der registrierten Infektionsfälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg den RKI-Angaben zufolge auf 5.977.208. Die Zahl der von einer Erkrankung durch das Coronavirus genesenen Menschen in Deutschland bezifferte das Institut mit rund 4.979.700.