Berlin - Bei den Corona-Fällen in Berlin ist keine Trendumkehr in Sicht. Die Zahl der Ansteckungen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen ist erneut gestiegen und liegt aktuell bei 29,5, wie am Mittwochmorgen aus dem Dashboard des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorging. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag am Tag davor noch bei 27,6. Der Wiederanstieg der Corona-Zahlen hat vor rund einem Monat begonnen. In Berlin liegt die Inzidenz deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 18,5.

Lage auf den Intensivstationen weiterhin entspannt

Nach dem Lagebericht des Senats vom Dienstag gibt die Situation auf den Intensivstationen der Berliner Krankenhäuser aber noch keinen Grund zu ernsthafter Sorge. Die entsprechende Corona-Ampel des Senats steht weiterhin auf Grün.

Das RKI verzeichnete im Vergleich zum Vortag 269 weitere Infektionen. In Berlin haben sich seit Beginn der Pandemie damit 183.276 Menschen nachweislich mit dem Virus angesteckt. Neue Todesfälle gab es laut RKI-Daten nicht. Insgesamt sind in der Hauptstadt bisher 3583 Menschen in Zusammenhang mit einer Ansteckung mit dem Coronavirus gestorben.

Brandenburg: Inzidenz steigt auf 9,8

Auch in Brandenburg nehmen die Ansteckungen mit dem Coronavirus weiter zu. Innerhalb einer Woche infizierten sich 9,8 Menschen je 100.000 Einwohner, wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte. Am Dienstag waren es 8,3, am Montag lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 8,4. Vor einer Woche hatte der Wert noch 5,7 betragen. Brandenburg liegt damit weiter unter der bundesweiten Inzidenz.

Mittlerweile liegen sechs Kreise und drei kreisfreie Städte wieder über einer Inzidenz von zehn. Die meisten Ansteckungen innerhalb einer Woche je 100.000 Einwohner meldete der Landkreis Teltow-Fläming mit 16,5. Es folgt die Landeshauptstadt Potsdam mit einem Wert von 16,1. Die niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz verzeichnete der Kreis Oberspreewald-Lausitz mit 1,8.

Innerhalb eines Tages kamen 82 neue Corona-Fälle hinzu nach 22 am Vortag. Zehn Menschen werden wegen einer Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt, davon werden drei intensivmedizinisch betreut, hiervon müssen zwei beatmet werden. Die Zahl der Infizierten und Erkrankten liegt bei geschätzt rund 400. Am Dienstag waren es noch 300.

Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 18,5

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erneut gestiegen und liegt nun bei 18,5. Wie das RKI am Mittwochmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 3571 Neuinfektionen sowie 25 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Vor einer Woche lag die Inzidenz noch bei 15,0.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verschärfung oder Lockerung von Corona-Auflagen. Sie gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an.

Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Ansteckungen in Deutschland seit Beginn der Pandemie liegt den Angaben zufolge bei 3.777.446. Insgesamt wurden bislang 91.704 Corona-Tote gemeldet. Die Zahl der von einer Corona-Infektion Genesenen gibt das RKI mit rund 3.659.900 an.