Berlin - Das Coronavirus breitet sich noch stärker aus. In Berlin ist die Sieben-Tage-Inzidenz nun auf 300,2 gestiegen, wie aus dem Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung von Samstag hervorgeht. Die Zahl gibt an, wie viele nachgewiesene Infektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen registriert wurden. Vor einer Woche hatte der Wert noch bei 199,1 gelegen.

Die Gesundheitsämter meldeten innerhalb eines Tages 2149 Neuinfektionen. Das sind etwas weniger Ansteckungen als am Vortag (2184) und mehr als am Samstag vor einer Woche (1675). Seit Ausbruch der Pandemie haben sich damit in Berlin nachweislich 242.330 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um drei. Insgesamt starben damit seit Pandemiebeginn 3759 Menschen. Nach Senatsangaben sind derzeit 13,7 Prozent der Intensivbetten in den Krankenhäusern in der Stadt mit Covid-19-Patientinnen und -Patienten belegt. Vor einer Woche war der Wert mit 11,5 Prozent angegeben worden. Die entsprechende Ampel im Warnsystem des Landes zeigt Gelb.

Bundesweite Inzidenz erreicht neuen Höchstwert

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut auf einen Höchstwert gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit 277,4 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 263,7 gelegen, vor einer Woche bei 183,7 (Vormonat: 65,4). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 45.081 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.21 Uhr wiedergeben. Am Donnerstag hatte die Zahl der Neuinfektionen mit 50.196 einen Rekordwert seit Beginn der Pandemie erreicht. Vor genau einer Woche hatte der Wert bei 34.002 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 228 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 142 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.987.971 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI am Freitag mit 4,70 an (Donnerstag: 4,65). Bei dem Indikator muss berücksichtigt werden, dass Krankenhausaufnahmen teils mit Verzug gemeldet werden. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 4.466.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 97.617.