Berlin - Trotz der langsam steigenden Infektionszahlen treten in Berlin ab Sonnabend (10. Juli) weitere Lockerungen bei den Corona-Regeln in Kraft. Ab sofort reicht beim Einkaufen etwa eine einfache OP-Maske. Die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske für Kunden wird aufgehoben. Im ÖPNV sowie bei körpernahen Dienstleistungen muss hingegen weiter eine FFP2-Maske getragen werden.

Außerdem fallen die Kontaktbeschränkungen für private Treffen drinnen weg – wie vor einigen Wochen bereits für private Begegnungen im Freien. Bisher dürfen sich im privaten Rahmen drinnen höchstens zehn Menschen aus maximal fünf Haushalten treffen. Eigene Kinder bis 14 Jahre sowie vollständig Geimpfte und Genesene werden jeweils nicht mitgezählt.

Diese Änderungen gelten ab Sonnabend, den 10. Juli 2021:

  • Für private Kontakte in geschlossenen Räumen werden die Beschränkungen aufgehoben.
  • Bei Maskenpflicht ist grundsätzlich eine medizinische Gesichtsmaske zu tragen, sofern nichts Abweichendes geregelt ist. Eine FFP2-Maske ist bei körpernahen Dienstleistungen und im ÖPNV zu tragen.
  • Veranstaltungen in geschlossenen Räumen sind nun mit bis zu 1000 zeitgleich Anwesenden erlaubt. Anhebung auf Personenobergrenze auf maximal 2000 Personen bei maschineller Lüftung, sofern die Vorgaben des Hygienerahmenkonzeptes der für Kultur, der für Wirtschaft oder der für Sport zuständigen Senatsverwaltung eingehalten werden.
  • Veranstaltungen im Freien mit bis zu 2000 zeitgleich Anwesenden sind mit entsprechenden Hygieneregeln erlaubt.
  • Veranstaltungen mit 2000 bis 5000 zeitgleich Anwesenden im Freien können in Einzelfällen mit Hygienekonzepten und in Absprache mit der für Gesundheit zuständigen Verwaltung genehmigt werden.
  • Großveranstaltungen mit mehr als 2000 zeitgleich Anwesenden im Freien oder 1000 zeitgleich Anwesenden in geschlossenen Räumen können zugelassen werden, soweit die zwischen den Bundesländern vereinbarten Leitlinien des Beschlusses der Chefinnen und Chefs der Staats- und Senatskanzleien vom 6. Juli 2021 eingehalten werden.
  • Bei Veranstaltungen mit mehr als 20 zeitgleich Anwesenden ist anwesenden Besucherinnen und Besuchern ein fester Sitzplatz zuzuweisen, sofern nicht alle Anwesenden negativ getestet sind.
  • Die Staatskanzleichefs der Länder vereinbarten am Dienstag, wieder sportliche Großveranstaltungen für bis zu 25.000 Zuschauer zu ermöglichen – solange die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen nicht höher als 35 liegt. Dies zielt nicht zuletzt auf die Fußball-Bundesliga. Bei Kulturveranstaltungen soll mit Schutz- und Hygienekonzept sogar noch mehr möglich sein.
  • Bei Tanzveranstaltungen sind im Freien ebenfalls bis zu 1000 zeitgleich Anwesende erlaubt.
  • Dort, wo Zutrittssteuerung vorgegeben ist (z. B. Einzelhandel, Museen, Zoo) gilt ein Richtwert von höchstens einer Person pro fünf Quadratmeter.
  • Streichung des Alkoholkonsumverbots auf Parkplätzen.
  • Die Testpflicht bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen gilt bei mehr als 50 zeitgleich anwesenden Personen. Bei Veranstaltungen im Freien sowie beim professionellen sportlichen Wettkampfbetrieb gilt die Testpflicht erst bei mehr als 750 Personen.
  • Terminbuchung bei Ausflugsfahrten, Stadtrundfahrten, Schiffsausflügen und vergleichbaren Angeboten zu touristischen Zwecken entfällt. Zudem müssen teilnehmende Personen nur negativ getestet sein, soweit dort geschlossene Räume aufgesucht werden.