Berlin - Der Berliner Senat hat in seiner letzten Sitzung in alter Besetzung die Corona-Regeln für die Hauptstadt noch einmal angepasst. Bei privaten Veranstaltungen gibt es jetzt doch Kontaktbeschränkungen für Geimpfte, und der Schülerausweis reicht in den Weihnachtsferien nicht mehr als negativer Testnachweis aus. Die Regeln treten ab Samstag in Kraft. Ein Überblick:

Diese neuen Corona-Regeln gelten ab Samstag

  • Kontaktbeschränkung im privaten Bereich auch für Geimpfte und Genesene: private Veranstaltungen und private Zusammenkünfte, an denen ausschließlich Geimpfte und Genesene teilnehmen (ausgenommen Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres), sind in geschlossenen Räumen nur mit bis zu 50 zeitgleich Anwesenden und im Freien nur mit bis zu 200 zeitgleich Anwesenden zulässig. Für private Veranstaltungen, an denen auch ungeimpfte Personen teilnehmen, gelten weiterhin die strengeren Kontaktbeschränkungen. Für besondere Veranstaltungen, z.B. Hochzeiten, gilt ebenfalls eine Personenobergrenze von 50 zeitgleich Anwesenden in geschlossenen Räumen und 200 zeitgleich Anwesenden im Freien, die 2G-Bedingung gilt jedoch erst bei mehr als 20 Anwesenden.
  • Anpassung der Regelung zum Testnachweis für Schülerinnen und Schüler: Die regelmäßige Testung als Schülerin oder Schüler kann während der Schulferien nicht durch Vorlage eines Schülerausweises nachgewiesen werden.
  • Im Notfall gilt 3G in Dienstgebäuden in Berlin nicht: Offiziell teilt der Senat dazu mit: „Beim Zutritt zu Dienstgebäuden können die zuständigen Behörden im Einzelfall von der 3G-Bedingung absehen, sofern der Zutritt durch die Person zur Verfolgung oder Verhütung von Straftaten oder zur Abwehr einer Gefahr erforderlich ist oder zwecks Inanspruchnahme von Beratungsangeboten oder der Stellung von Anträgen erfolgt und ansonsten eine unbillige Härte entstehen würde. In diesen Fällen hat die antragstellende bzw. ratsuchende Person zwingend eine FFP2-Maske zu tragen.“
  • In der Gastronomie dürfen auch in Innenräumen Speisen und Getränke nur am Tisch verzehrt werden.
  • Ausnahme von der 2G-Bedingung bei Beherbergungen: In besonders begründeten Einzelfällen, insbesondere wenn die Anwesenheit der zu beherbergenden Personen von herausragender Bedeutung für das Land Berlin ist; dann gilt eine tägliche Testpflicht.
  • Selbstständige, die im Rahmen ihrer Tätigkeit körperlichen Kontakt zu Kundinnen und Kunden oder sonstigen Dritten haben, sind verpflichtet, an jedem Tag der Tätigkeit eine Testung mittels Antigen-Schnelltest vornehmen zu lassen und hierüber ausgestellte Nachweise für die Dauer von vier Wochen aufzubewahren.
  • Betreiber von Bahnhöfen können Verkehrsflächen in Bahnhöfen und an Bahnsteigen zum Aufenthalt für obdachlose Menschen ohne 3G-Bedingung ausweisen, sofern die Einhaltung des Mindestabstandes und der Maskenpflicht gewährleistet werden kann.