Berlin - In Berlin sind in den vergangenen 24 Stunden 1019 neue Corona-Fälle registriert worden, wie aus dem Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung vom Freitag hervorgeht. Zudem starben zwölf weitere Menschen im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion. Am Donnerstag waren 923 Neuinfektionen und ebenfalls zwölf Todesfälle gemeldet worden.

Seit Beginn der Pandemie haben sich in der Hauptstadt 152.319 Menschen mit dem Virus angesteckt, von denen mittlerweile 139.794 wieder genesen sind – 790 Menschen kamen am Mittwoch hinzu. Insgesamt 3122 Menschen sind mit oder an dem Virus gestorben. 9403 Berliner sind aktuell mit Corona infiziert.

Mitte mit den meisten Neuinfektionen

Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche liegt derzeit bei 102,3 und ist damit gestiegen. Am Donnerstag lag der Wert noch bei 100,7. Die meisten Neuinfektionen wurden am Freitag im Bezirk Mitte (+162) registriert, gefolgt von Neukölln (+125) und Reinickendorf (+113).

Innerhalb Berlins hat weiterhin Spandau (120,3) die höchste Sieben-Tage-Inzidenz. Den niedrigsten Wert verzeichnet Treptow-Köpenick mit 73,8. Acht Berliner Bezirke liegen über der Inzidenz-Marke von 100. Die Corona-Ampel für die Sieben-Tage-Inzidenz steht weiterhin auf Rot.

100 Infizierte stecken im Schnitt 60 weitere Menschen an

Die Ampel für die Reproduktionszahl steht weiterhin auf Grün. Der sogenannte R-Wert gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt. Er liegt momentan bei 0,60. Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 60 weitere Menschen mit dem Coronavirus anstecken.

Die Ampel für die Intensivbetten-Auslastung steht weiter auf Gelb. Der Wert liegt bei 23,8 Prozent und ist im Vergleich zum Vortag leicht gesunken. Am Donnerstag waren noch 23,9 Prozent der Intensivbetten belegt. Wenn 25 Prozent der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind, schaltet die Ampel auf Rot um. Derzeit liegen 282 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung auf der Intensivstation, davon werden 226 beatmet. Insgesamt befinden sich 796 Menschen wegen Covid-19 im Krankenhaus.

Inzwischen 20.000 Menschen in Hausarztpraxen geimpft

773.784 Impfungen wurden in Berlin schon durchgeführt. 13,84 Prozent der Berliner sind damit erstgeimpft, 6,69 Prozent haben bereits die Zweitimpfung gegen Corona erhalten.

Seit Beginn der Corona-Impfkampagne in den Berliner Arztpraxen am Dienstag sind dort laut der Ärztekammer Berlin mindestens 20.000 Menschen geimpft worden. „Es zeigt sich bereits jetzt, dass die Impfungen in ärztlichen Praxen in Berlin ein großer Erfolg sind“, sagte Kammerpräsident Peter Bobbert. „Die gewachsenen, vertrauensvollen Arzt-Patienten-Beziehungen scheinen sich unmittelbar auszuzahlen. Durch den Schulterschluss von Impfzentren und Praxen ist eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung nun endlich möglich.“

Die Belieferungen von Impfdosen müssten aber verlässlich sein und Zusagen eingehalten werden, mahnte Bobbert. Zudem müssten so bald wie möglich auch die Facharztpraxen einbezogen werden.

Wie viele der etwa 2500 Berliner Arztpraxen in der ersten Woche in die Impfkampagne eingestiegen sind, ist nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) und der Ärztekammer unklar. KV-Vorstandschef Burkhard Ruppert geht davon aus, dass in absehbarer Zeit insgesamt 3000 Arztpraxen mitmachen, darunter Fachärzte. (mit dpa)