Berlin - Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop sieht einen Wettlauf mit der hochansteckenden Delta-Variante des Coronavirus. „Das entscheidende Mittel gegen die weitere Ausbreitung sind Impfungen“, sagte Pop. Erfolg gebe es nur mit einer hohen Impfquote. „Darum ist es wichtig, beim Impfen das Tempo auch in den Sommermonaten hochzuhalten und in den Bezirken niedrigschwellige Impfangebote anzubieten.“ Die Grünen-Politikerin appellierte an die Berlinerinnen und Berliner, sich auch ihre zweite Impfdosis abzuholen. „Nur mit vollständigem Schutz ist man gegen die ansteckendere Variante gut gerüstet.“

Pop befürchtet, mit Ende der Sommerferien könne sich die Lage wegen der Delta-Variante erneut zuspitzen. „Wir müssen alles unternehmen, um im Herbst nicht in eine neue Welle hineinzurutschen.“ Notwendig sei deswegen ein Impfangebot auch für Kinder und Jugendliche, die bislang noch ungeschützt seien. „Die Ständige Impfkommission muss überdenken, ob sie nicht aufgrund der Delta-Variante eine Impfempfehlung für Jugendliche ausspricht“, sagte Pop. „Wir dürfen nicht in eine Situation geraten, Schülerinnen und Schüler wieder in den Distanzunterricht schicken zu müssen, während vollständig geimpfte Erwachsene entspannt Pizza essen gehen können.“ Kinder und Jugendliche dürften nicht erneut Leidtragende der Pandemie sein.

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