Berlin - Der Berliner Senat rechnet mit einer weiteren Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus in der deutschen Hauptstadt. Wie die Gesundheitsverwaltung am Freitag mitteilte, wurden in Berlin bisher 159 Fälle (Stand: Donnerstag) der zuerst in Indien entdeckten Virusvariante nachgewiesen. Davon entfallen 29 Fälle allein auf Neukölln, 26 auf Tempelhof-Schöneberg und 22 auf Charlottenburg-Wilmersdorf. Die Gesundheitsverwaltung weist darauf hin, dass es sich um Mindestangaben handelt, weil nicht alle gemeldeten Infektionsfälle typisiert werden.

„Ich gehe davon aus, dass sich die #DeltaVariante auch in #Berlin rasch verbreitet und vor allem Kinder und Jugendliche davon betroffen sind“, schrieb Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Freitag auf Twitter. „Daher mein Appell an alle, aber insbesondere Kontaktpersonen von Kindern und Jugendlichen, sich #impfen zu lassen.“

Wieler: Delta-Variante wird Corona-Fallzahlen steigen lassen

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, sagte am Freitag, Delta sei noch ansteckender als Alpha. „Daher müssen wir damit rechnen, dass künftig auch die Fallzahlen wieder steigen werden.“ In der zweiten Juni-Woche lag der Delta-Anteil nach den jüngsten RKI-Zahlen bundesweit bei 15 Prozent. „Wir gehen davon aus, dass er heute schon höher sein wird“, sagte Wieler. Es sei nur eine Frage der Zeit, wann diese Variante die Hoheit übernehmen werde.

Senat: Anteil der Delta-Variante in Berlin bei 4,9 Prozent

Auch in Berlin lässt sich laut Gesundheitsverwaltung auf Grundlage der aktuellen Daten der Berliner Labore ein prozentual ansteigender Trend beim Anteil der Delta-Variante beobachten. Er liegt derzeit den Angaben zufolge bei 4,9 Prozent. Gesundheitssenatorin Kalayci hatte bereits am vergangenen Freitag angesichts des Risikos durch die Delta-Variante gemahnt, die Berlinerinnen und Berliner müssten vorsichtig bleiben.