Berlin - Um ungeimpfte Menschen nicht von Veranstaltungen auszuschließen, plant der Senat eine deutliche Lockerung der 2G-Regel.  Bisher haben dort, wo die 2G-Regel gilt, nur Geimpfte und Genesene (2G) Zutritt etwa zu Restaurants oder Veranstaltungen. Hinzu kommen als Ausnahme Kinder unter zwölf Jahren. 

Nun  will der Senat auf seiner nächsten Sitzung am Dienstag weitere Ausnahmen auch für Menschen beschließen, die nicht gegen Corona geimpft werden können. Dies kann etwa aus medizinischen Gründen der Fall sein. Wie die Berliner Zeitung aus Senatskreisen erfuhr, soll die Teilnahme an einer 2G-Veranstaltung auch mit einem negativen PCR-Test möglich sein. Ein Beschluss im Senat gilt als sicher. Zudem soll die Personen-Obergrenze für Großveranstaltung angehoben werden. Bisher lag sie beispielswiese für Fußballspiele bei 25.000 Personen in Berlin. Es gilt als sicher, dass der Senat diese Grenze unter Voraussetzung der 2G-Regel hochsetzt. Das Berliner Olympiastadion könnte, wenn der Beschluss kommt,  mit der 2G-Regel wieder voll ausgelastet werden.

Probleme: Personal ist nicht immer gegen Corona geimpft

Seit Mitte September können Betreiber in Berlin selbst entscheiden, ob sie den Zutritt zu ihren Innenräumen wie bis dahin Geimpften, Genesenen und Getesteten (3G) erlauben oder nur noch Geimpften und Genesenen (2G). Im Falle von 2G entfällt die Maskenpflicht, es sind auch mehr Teilnehmer möglich.

Zu den Problemen, die sich dabei stellen, gehört der Umgang mit Mitarbeitern etwa in Gastronomie oder Veranstaltungsbranche, die nicht geimpft sind, aber in einem Betrieb arbeiten, der nach der 2G-Regel arbeitet. Auch darüber will der Senat am Dienstag beraten. Eine neue Regelung soll sicherstellen, dass die fraglichen Beschäftigten nicht wegen einer fehlenden Corona-Impfung ihren Job verlieren.