Berlin - Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist weiter gestiegen und liegt nun bei 75,8. Bundesweit wurden binnen 24 Stunden 4559 Neuinfektionen registriert, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Montagmorgen meldete. Die Zahl der Todesfälle in diesem Zeitraum wurde mit zehn angegeben.

In Berlin ist der Inzidenzwert leicht zurückgegangen: Hatte er am Sonntag noch bei 74,4 gelegen, sind am Montagmorgen laut RKI nur noch 73,7 Infektionen pro 100.000 Einwohner registriert worden. Den Berliner Gesundheitsämtern wurden in den letzten 24 Stunden 14 Neuinfektionen gemeldet, Todesfälle soll es keine gegeben haben.

Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz noch bei 56,4. Bislang gilt die Sieben-Tage-Inzidenz – die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche – als der entscheidende Richtwert, an dem sich die Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern orientieren. Dies soll sich aber ändern: Die Bundesregierung bereitet derzeit eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes vor, der zufolge künftig anstelle des Inzidenzwertes die Auslastung der Krankenhäuser die zentrale Rolle spielen soll.

Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Ansteckungen in Deutschland seit Beginn der Pandemie erhöhte sich nach RKI-Angaben auf 3.937.106, die der Todesfälle auf insgesamt 92.140. Die Zahl der Genesenen beträgt laut RKI 3.731.900.

Deutschland befindet sich nach Einschätzung des RKI inzwischen am Beginn der vierten Corona-Welle. Auch jüngere Altersgruppen sind diesmal stark betroffen.