Berlin - In Berlin nimmt die Dynamik bei der Erfassung der Corona-Neuinfektionen weiter zu. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz stieg am Sonnabend auf 191,7 und näherte sich so weiter der Marke von 200. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen angesteckt haben. Vor Weihnachten hatte der Wert in Berlin deutlich über 200 gelegen und war danach gesunken.

In den vier Bezirken Spandau, Charlottenburg-Wilmersdorf, Marzahn-Hellersdorf und Treptow-Köpenick liegt der Inzidenzwert inzwischen über 200. Der Senat hatte angekündigt, bei so hohen Infektionszahlen zu prüfen, ob ähnlich wie in Brandenburg auch für die Hauptstadt eine neue Regel zur Einschränkung der Bewegungsfreiheit gelten soll.

732 neue Coronafälle wurden von der Senatsgesundheitsverwaltung am Sonnabend registriert. Seit Beginn der Pandemie wuchs die Zahl der Infizierten damit auf 105.857. Rund 86.000 Menschen gelten als genesen, etwa 20.000 als aktuell infiziert. Allerdings werden am Wochenende meist weniger Neuinfektionen erfasst oder gemeldet, so dass die Zahlen meist zu niedrig liegen. So leiteten zwei Bezirke keine Zahlen weiter.

13 Todesfälle wurden neu gemeldet. Damit starben in der Hauptstadt seit dem Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit Covid-19 1560 Menschen. Bei der Belegung der Intensivbetten mit Covid-Patienten bleibt die Situation angespannt. Die Auslastung lag bei 33,9 Prozent. Die Corona-Ampel des Senats zeigt weiter zwei Mal Rot.