Berlins Gesundheitssenatorin Ulrike Gote hat ein baldiges Ende der Corona-Testpflicht in Schulen in Aussicht gestellt. Sie gehe davon aus, dass die in dem Fall zuständige Bildungsverwaltung diesen Weg ähnlich wie andere Bundesländer gehe, sagte die Grünen-Politikerin am Montag im Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses. Aus fachlicher Sicht sei eine Abkehr vom anlasslosen Testen richtig. Künftig werden Gote zufolge andere Instrumente eingesetzt, um einen Überblick über das Infektionsgeschehen zu erhalten. „Das funktioniert dann mit Stichproben, so wie man das auch bei der Influenza macht.“

Aus der Bildungsverwaltung hieß es auf dpa-Anfrage, dass Schüler und Beschäftigte an den Schulen in der am Montag begonnenen ersten Woche nach den Osterferien jeden Tag getestet würden, also fünf Mal, und in der Woche darauf dann wie vor den Ferien üblich dreimal. Die neue Linie wird nach den Worten Gotes Ende April/Anfang Mai in allen Bundesländern umgesetzt. Der Berliner Senat wolle sich am Dienstag damit befassen und die Corona-Basisschutzverordnung ändern.

Zudem wird die Isolationsfrist für Menschen mit einer Corona-Infektion in Berlin verkürzt. Geplant ist, dass Infizierte sich nur noch fünf Tage isolieren müssen, wie Berlins Gesundheitssenatorin Ulrike Gote am Montag im zuständigen Ausschuss des Abgeordnetenhauses sagte. Das soll aber nur gelten, wenn sie 48 Stunden symptomfrei sind. Sind sie das nach fünf Tagen nicht, müssen sie entsprechend länger in Isolation bleiben. Bisher sind nach einer Corona-Infektion auf Basis verschiedener Kriterien sieben bis zehn Tage Isolierung vorgeschrieben.

Die Senatorin sieht darin einen weiteren Schritt zu einer Normalisierung im Umgang mit Corona. Dazu zähle auch das Vorhaben, das Monitoring zu verändern. Künftig werde die Inzidenz – also die Zahl der Infizierten pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen – bei der Bewertung der Pandemie „zunehmend unwichtiger werden“. Das liege auch daran, dass ohnehin schon längst nicht mehr alle Infektionen in der Bevölkerung erfasst würden, weil weniger getestet werde als früher.