Potsdam - Fast drei Monate nach dem Beginn des harten Corona-Lockdowns können in Brandenburg Geschäfte und Museen unter Auflagen wieder öffnen. Das Kabinett beschloss am Freitag kleine Schritte zur Lockerung der Beschränkungen, die davon abhängig sind, wie sich die Zahl neuer Infektionen innerhalb einer Woche im Land entwickelt. Ab Montag (8. März) können Geschäfte und Museen öffnen, wenn man einen Termin gebucht hat und falls sich die Infektionslage nicht mehr deutlich verschlechtert. Auch Kosmetikstudios öffnen dann unter Auflagen. Drei Wochen nach den Grundschulen können auch die Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen ab 15. März in den Wechselunterricht zwischen der Schule und zu Hause gehen.

Das Treffen mit Freunden oder Bekannten wird einfacher: Vom kommenden Montag an können sich zwei Haushalte mit bis zu fünf Menschen treffen, bisher war es ein Haushalt mit einer weiteren Person. Mit den neuen Regeln setzt Brandenburg eine entsprechende Vereinbarung zwischen Bund und Ländern vom Mittwoch um. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hält die Lockerungsschritte für wichtig, verweist aber auf die weiter bestehenden Risiken durch das Coronavirus.

„Wichtig ist, dass der positive Trend, den wir in den vergangenen Wochen hatten, sich weiter fortsetzt“, sagte Woidke. Es sei weiter zwingend erforderlich, dass sich die Menschen an die Regeln zu Abstande und Hygiene halten.

Sieben-Tage -Inzidenz in Brandenburg bei knapp 63

Der Lockdown wird grundsätzlich bis zum 28. März verlängert. Wenn der Wert neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche zwischen 50 und 100 liegt, wird ab Montag der Einkauf im Einzelhandel und der Besuch von Museen und Gedenkstätten mit Termin möglich. Auch individueller Sport im Freien mit bis zu zehn Erwachsenen oder bis zu 20 Kindern ist wieder erlaubt. Am Freitag lag diese Sieben-Tage-Inzidenz landesweit bei knapp 63. Bei einem Wert unter 50 gilt nur die Begrenzung der Kundenzahl pro Fläche ohne Termin.

Weitere Öffnungen sind in den folgenden Wochen davon abhängig, ob sich der Inzidenzwert jeweils zwei Wochen lang nicht verschlechtert.