Potsdam - Die Zahl neuer Corona-Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in einer Woche ist in Brandenburg wieder leicht gestiegen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums betrug der Wert am Freitag 113,9 nach 113,4 am Donnerstag. Am Mittwoch hatte er bei 117,9 gelegen. Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz verzeichnet demnach weiter der Landkreis Elbe-Elster mit 192,5. Damit liegt der Kreis an drei aufeinander folgenden Tagen über dem Wert von 165. Für diesen Fall gilt die Bundes-Notbremse. Kitas und Schulen bleiben nach Angaben des Landkreises ab Montag (3. Mai) geschlossen. Ausgenommen sind die Abschlussklassen und Förderschulen. Alle anderen Landkreise und kreisfreien Städte lagen den Angaben nach am Freitag unter diesem Wert.

Ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 an drei Tagen gilt eine nach der Eindämmungsverordnung eine Ausgangsbeschränkung zwischen 22 Uhr und 5 Uhr mit Ausnahmen. Nur die Kreise Barnim und Potsdam-Mittelmark lagen seit längerem unter diesem Wert. Der Kreis Märkisch-Oderland verzeichnete mit dem Freitag drei Tage nacheinander eine Inzidenz knapp unter 100.

Brandenburg: 468 Menschen müssen wegen Covid-19 im Krankenhaus behandelt werden

Die Gesundheitsämter meldeten neue 534 Corona-Fälle innerhalb eines Tages nach 706 Neuinfektionen am Donnerstag. 468 Menschen werden wegen einer Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt, davon werden 143 intensivmedizinisch betreut, hiervon müssen 123 beatmet werden. Im Zusammenhang mit einer Covid-Erkrankung kamen acht neue Todesfälle hinzu.

Die Belastung auf Intensivstationen in Brandenburg bleibt weiter hoch: Landesweit sind in den Krankenhäusern von 696 Intensivbetten 585 derzeit belegt, 111 sind noch frei, wie aus Zahlen der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) vom Freitag hervorgeht.