Corona in der Gastro: Karl Lauterbach will mehr Trinkgeld

ARD-Moderatorin Anja Reschke regte sich über mageres Trinkgeld in der Gastro auf. Nun mischt sich Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach in die Debatte ein.

Karl Lauterbach will mehr Trinkgeld in der Gastro wegen der höheren Ansteckungsgefahr mit Corona.
Karl Lauterbach will mehr Trinkgeld in der Gastro wegen der höheren Ansteckungsgefahr mit Corona.dpa/Michael Kappeler

Die ARD-Moderatorin Anja Reschke hat am Wochenende eine Debatte über das oft magere Trinkgeld einiger Gäste in der Gastronomie angestoßen. Sie berichtete von leidvollen Erfahrungen einer Bekannten, die in einem Hamburger Café arbeitet. Nun mischt sich auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) in die Diskussion ein und lenkt das Thema auf die Corona-Pandemie - sehr zum Missfallen einiger Nutzer.

So schrieb der Gesundheitspolitiker am Sonntag hierzu: „Schon alleine wegen der dauernden Gefahr der Ansteckung mit dem Coronavirus ist es unverständlich, dass nicht großzügiger Trinkgeld bezahlt wird. Ausgenommen sind natürlich Ärmere. In der Gastronomie arbeiten die Menschen hart und tragen oft ein erhebliches Risiko.“

Einer der Nutzer antwortet dem Bundesgesundheitsminister: „Spannend, dass dem Sozialdemokraten die soziale Dimension des Threads entging.“

Ein anderer Nutzer bezieht den Thread auf die bisher oft nur mangelhaften Gehälter, die in der Pflege bezahlt werden: „Schon alleine wegen der dauernden Gefahr der Ansteckung mit dem Coronavirus ist es unverständlich, dass nicht großzügigere Gehälter bezahlt und bessere Arbeitsbedingungen geschaffen werden. In der Pflege arbeiten die Menschen hart und tragen oft ein erhebliches Risiko.“

Wieder andere weisen darauf hin, dass es einfach bessere Löhne in der Gastronomie geben sollte und die von Lauterbachs SPD geführte Bundesregierung daran ansetzen könnte.