Berlin - In Deutschland sind seit Anfang Februar fast 4000 Menschen an Corona erkrankt, obwohl sie vollständig gegen das Virus geimpft sind. Die Zahl der Fälle wird im aktuellen Lagebericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) mit 3806 angegeben. Davon traten 3342 nach einer abgeschlossenen Impfung mit dem Präparat von Biontech/Pfizer) auf, 117 nach der Verabreichung von Moderna, 95 nach AstraZeneca und 74 nach Johnson & Johnson.

Das Robert-Koch-Institut sagt dazu, die Zahl der Fälle bestätige „die hohe Wirksamkeit“ der Impfstoffe, hieß es in dem Lagebericht. Die geschätzte Impfeffektivität liege für den Zeitraum vom 1. Februar bis zum 4. Juli für die Altersgruppen der 18- bis 59-Jährigen bei etwa 92 Prozent, bei den Menschen über 60 Jahren bei 91 Prozent. In seinem aktuellen Lagebericht stuft das Robert-Koch-Institut wegen der besorgniserregenden Delta-Variante und der nach wie vor nicht ausreichenden Impfquote das Risiko für die Bevölkerung weiterhin als hoch ein. „Es lassen sich wieder mehr Infektionsketten nachvollziehen, aber Ausbrüche vor allem in Privathaushalten, Kitas, Schulen sowie dem beruflichen Umfeld treten weiterhin auf.“

44 Prozent der deutschen Bevölkerung sind jetzt vollständig geimpft 

Neue Varianten verbreiteten sich leichter und führten zu schwereren Krankheitsverläufen, heißt es im Lagebericht weiter. Aus diesem Grund seien neben dem Aufspüren der Fälle und der Kontakt-Nachverfolgung weiterhin die Maßnahmen zur Reduzierung von Kontakten erforderlich.

Nach aktuellen Angaben vom Donnerstag sind bislang 33,9 Millionen Menschen in Deutschland vollständig geimpft, das sind 40,8 Prozent. Wegen der deutlich ansteckenderen Delta-Variante wird in Deutschland mittlerweile eine höhere Impfquote für erforderlich gehalten als zuvor angenommen. Aus einer RKI-Veröffentlichung geht hervor, dass 85 Prozent der Zwölf- bis 59-Jährigen und sogar 90 Prozent der Menschen ab 60 Jahren geimpft sein sollten.