Berlin - Die Corona-Inzidenz liegt in Berlin am Beginn der neuen Woche bei 82,5 und damit etwas niedriger als am Vortag. Da hatte der Wert noch bei 83,4 gelegen, wie aus den Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Der Wert gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen neu mit dem Coronavirus infiziert haben. Montag vor einer Woche waren es allerdings mit 73,7 Menschen noch deutlich weniger. Die Zahl steigt seit einiger Zeit deutlich an, auch bundesweit.

Demnach registrierte das RKI zwischen Sonntag und Montag 17 neue Fälle. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie 195.128 Menschen in Berlin infiziert. Weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 wurden am Montag nicht gemeldet. Die Gesamtzahl der Toten lag damit weiter bei 3596.

Knapp 61 Prozent der Berlinerinnen und Berliner waren am Sonntag vollständig geimpft, wie aus dem Lagebericht der Berliner Senatsverwaltung hervorgeht. Mittlerweile gelten in Berlin neue Corona-Regeln. Die Corona-Ampel wurde überarbeitet, die Hospitalisierungs-Inzidenz wurde hinzugefügt. Der R-Wert fällt dafür weg. Die Ampel für die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuninfektionen springt erst ab dem Wert von 100 auf Rot. Die Clubs in Berlin dürfen die Innenräume mit der 2G-Regel öffnen.

Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 84,3

Auf Bundesebene ist die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen erneut angestiegen. Nach Angaben des RKI vom Montagmorgen lag sie bei 84,3 – am Vortag hatte der Wert bei 83,1 gelegen, vor einer Woche bei 75,8. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 4749 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 6.05 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 4559 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden acht Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es zehn Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.010.390 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Inzidenz der Neuinfektionen war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben weitere Werte wie die Zahl der Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Hospitalisierungs-Inzidenz in Deutschland jetzt bei 1,83

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI zuletzt am Freitag mit 1,83 an (Vortag 1,74). Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Berechnung der Sieben-Tage-Inzidenz erfolgt nach RKI-Angaben auf Basis des Meldedatums an das lokale Gesundheitsamt. Zwischen einer Infektion und der Krankenhauseinweisung vergehen demnach im Schnitt etwa zehn Tage, dieser Wert spiegelt die Infektionslage also merklich verzögert wider.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.775.500 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92.354.