Berlin - Die Zahl der an oder mit Corona gestorbenen Menschen in Deutschland hat die Schwelle von 100.000 Toten überschritten. Das geht aus den Angaben des Dashboards vom Robert-Koch-Instituts (RKI) von Donnerstagmorgen hervor. In Westeuropa haben nur Großbritannien, Italien und Frankreich mehr Tote im Zusammenhang mit dem Virus zu beklagen, allerdings bei einer deutlich kleineren Bevölkerungszahl. Die deutschen Gesundheitsämter meldeten 351 Todesfälle binnen 24 Stunden, die Gesamtzahl seit Beginn der Pandemie liegt nun bei 100.119. Die Sieben-Tage-Inzidenz hat einen Höchststand von 419,7 erreicht. Zudem hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen erstmals die Schwelle von 70.000 überschritten: Laut RKI-Angaben sind 75.961 Fälle in 24 Stunden gemeldet worden.

In Berlin liegt die Sieben-Tage-Inzidenz laut RKI-Daten vom Donnerstagmorgen bei 344,8. Den Gesundheitsämtern der Hauptstadt sind 2711 Neuinfektionen binnen 24 Stunden sowie sieben weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet worden. Ein Corona-Ampel für Berlin steht laut Lagebericht am Donnerstagmorgen auf Gelb, eine auf Grün und eine auf Rot. Die drei Ampeln setzen sich aus drei Indikatoren zusammen: Der Zahl der Neuinfektionen, der Hospitalisierungsinzidenz (3,8) sowie der Bettenbelegung auf Intensivstationen (19,6 Prozent). Die Ampel für die Hospitalisierungsinzidenz steht auf Grün, die für die Bettenbelegung auf steht auf Gelb. Die Ampel, die die Neuinfektionen anzeigt, leuchtet rot.  

Die meisten Corona-Toten hat es laut RKI im vergangenen Winter mit teils mehr als 1000 pro Tag gemeldeten Fällen gegeben. Momentan sind die Sterbezahlen wesentlich niedriger, obwohl es deutlich mehr Infektionen gibt.