Berlin - In Berlin stecken sich wieder mehr Menschen mit dem Coronavirus an. Nach dem jüngsten Lagebericht des Robert-Koch-Instituts stieg die Sieben-Tage-Inzidenz auf 7,3 registrierte Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Damit lag dieser Wert am Sonnabend über dem bundesweiten Durchschnittswert von 5,8. Wissenschaftler gehen darüber hinaus von einer hohen Dunkelziffer aus, weil sich viele Menschen nicht mehr so oft testen lassen wie in den Vormonaten.

Vor einer Woche hatte die Sieben-Tage-Inzidenz in Berlin noch bei 5,0 gelegen. Mit einer Steigerung um 28 Prozent beim Wochentrend sprang dieser Indikator der Berliner Corona-Ampel von Grün auf Orange.

Insgesamt liegt die Inzidenz in der Hauptstadt damit aber weiter sehr niedrig. Allerdings fallen die Infektionszahlen nicht mehr wie bisher, sondern steigen seit mehreren Tagen wieder an. Wissenschaftler hatten diesen Trend als Effekt der ansteckenderen Delta-Virusvariante, die nun auch in Berlin das Infektionsgeschehen dominiert, vorausgesehen. Deshalb wird das Maskentragen auch weiter für draußen empfohlen, wenn Abstände nicht eingehalten werden können.

Anstieg der Infektionszahlen auch bundesweit

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist am vierten Tag in Folge angestiegen – auf 5,8. Das RKI meldet am Sonnabendmorgen 952 Neuinfektionen und 35 Todesfälle binnen 24 Stunden. Vor einer Woche waren es 16 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.735.420 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.634.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.225.