Berlin/Potsdam - Die Sieben-Tage-Inzidenz in Berlin ist am Sonntag leicht gesunken, während sie in Brandenburg weiter gestiegen ist. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen für Berlin mit 139,2 an, in Brandenburg liegt der Wert jetzt bei 121,8. In der Hauptstadt hatte die Inzidenz am Vortag bei 141,6 gelegen, vor einer Woche bei 123,7. Nach RKI-Angaben gab es in der vergangenen Woche bei steigender Tendenz aber immer wieder leichte Schwankungen.

Innerhalb eines Tages wurden demnach 178 neue Ansteckungen in Berlin gemeldet, einen Tag zuvor waren es mit 869 Fällen deutlich mehr gewesen. Am Wochenende und zu Wochenbeginn werden neue Infektionen allerdings nicht immer regelmäßig gemeldet. Seit Beginn der Pandemie starben 3704 Menschen in Berlin im Zusammenhang mit Covid-19, am Sonntag wurden keine neuen Todesfälle bekannt.

Berlin: Jeweils eine Corona-Ampel auf Grün, Gelb und Rot

Die Inzidenz ist ein Wert, um die Entwicklung in der Pandemie zu beurteilen. Die Corona-Ampel des Berliner Senats zeigte hier am Sonntag Rot. Die Belegung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten wurde zuletzt mit Gelb bewertet, die sogenannte Hospitalisierungs-Inzidenz mit Grün. Der Wert gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner nach einer Corona-Infektion innerhalb von einer Woche ins Krankenhaus eingewiesen wurden.

Etwa zwei Drittel der Berlinerinnen und Berliner sind nach Angaben der Gesundheitsverwaltung vollständig gegen das Virus geimpft.

Brandenburg: Binnen 24 Stunden 414 neue Corona-Fälle registriert

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Brandenburg ist im Gegensatz zu Berlin weiter gestiegen. In den vergangenen sieben Tagen infizierten sich laut RKI rechnerisch 121,8 von 100.000 Menschen. Am Vortag hatte der Wert bei 116,4 gelegen, vor einer Woche laut RKI bei 89,4.

Innerhalb von 24 Stunden habe sich die Zahl der bestätigten Fälle um 414 erhöht, teilte das Gesundheitsministerium in Potsdam am Sonntag mit Verweis auf Angaben des Robert-Koch-Instituts mit. Der bislang höchste Stand in diesem Jahr wurde am 9. April mit 911 Neuinfektionen binnen 24 Stunden erfasst.

Brandenburg: Die meisten Corona-Fälle gibt es im Kreis Elbe-Elster

Die höchste Zahl von Corona-Fällen innerhalb einer Woche je 100.000 Einwohner meldeten die Landkreise Elbe-Elster (204,8), Spree-Neiße (161,0) und Oberspreewald-Lausitz (182,7) sowie die kreisfreie Stadt Cottbus (172,3). Die niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz wurde am Sonntag im Landkreis Prignitz (67,0) verzeichnet.

Die Zahl der aktuell Infizierten und Erkrankten liegt bei geschätzt rund 5700, in der vergangenen Woche waren es laut Gesundheitsministerium rund 4200. Nach den Angaben werden aktuell 164 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt, 38 von ihnen befinden sich auf Intensivstationen, hiervon müssen 32 beatmet werden.

Die sogenannte Hospitalisierungs-Inzidenz lag bei 3,1. Der Wert gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner nach einer Corona-Infektion innerhalb von einer Woche ins Krankenhaus eingewiesen wurden.

60,5 Prozent der Bevölkerung im Land Brandenburg sind vollständig geimpft. Darüber hinaus haben bislang mehr als 35.600 Menschen eine Auffrischungsimpfung erhalten.