Osnabrück - Der Vorstandssprecher der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) Peter Walger hat davor gewarnt, zwei Masken übereinander zu ziehen – so wie es beispielsweise US-Präsident Joe Biden handhabt. Dies geht aus einem Bericht der Neuen Osnabrücker Zeitung hervor. Das Tragen einer Doppelmaske erschwere das Atmen. Die zwangsläufige Zunahme der Probleme beim Luftholen würde dazu führen, dass noch weniger Menschen konsequent Masken tragen, sagt Walger und bezieht sich damit vor allem auf die USA, wo die Seuchenkontrollbehörde CDC eine „double mask“ (Alltagsmaske über der OP-Maske) empfiehlt. 

Krankenhaushygieniker rät auch von FFP2-Masken für Laien ab

Die Atembeschwernis trete bereits bei FFP2-Masken auf. Wer eine Doppelmaske trägt, sei noch stärker betroffen. „Wir raten daher sowohl von Doppelmasken als auch von FFP2-Masken für Laien ab und halten mehrlagige Alltagsmasken und chirurgische Masken, OP-Masken in besonderen Situationen für den besten Kompromiss, weil sie dem Gesicht besser angepasst werden können, weil sie das Atmen nicht unnötig erschweren und somit breit akzeptiert werden“, so der DGKH-Vorstandssprecher, der zu den Beratern von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zählt.

Dass der Vorstoß zur Doppelmaske aus den USA kommt, überrascht Walger nicht. „Unter US-Präsident Trump wurde dort viel zu lange eine Strategie weitgehend ohne Masken gefahren. Mit der Doppelmasken-Offensive droht das Pendel nun allerdings in die Gegenseite auszuschlagen. Für die Bereitschaft, überhaupt Masken zu tragen, wäre das kontraproduktiv.“