Die Vorlesungen beginnen coronabedingt vielerorts erst im November.
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BerlinDer Regierende Bürgermeister und Senator für Wissenschaft und Forschung, Michael Müller, hat gemeinsam mit dem Abgeordnetenhaus eine neue Gesetzgebung für Studierende während der Corona-Pandemie veranlasst. Es trägt den Namen „Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Bereich des Hochschulrechts“. Damit sollen Hochschülerinnen und Hochschüler die Herausforderungen in der Krise besser bewältigen können. 

Die Änderungen im Berliner Hochschulrecht sehen konkret vor, dass jedem Studierenden eine um ein Semester verlängerte Regelstudienzeit zugesichert wird. Dadurch sollen sich pandemiebedingte Verzögerungen im Sommersemester 2020 nicht nachteilig auf die Förderungshöchstdauer des Bafög auswirken. Zudem wird den Studierenden zusätzliche Zeit für das Ablegen von Prüfungen eingeräumt. Das Sommersemester 2020 gilt demnach nicht als Fachsemester. Wer eine Prüfung in dieser Zeit abgelegt und durchgefallen ist, darf diese wiederholen. Gleiches wurde für das Wintersemester 2020/2021 festgelegt. Weiterhin wird es die Option geben, dass Studierende ihre Prüfungen auf digitalem Wege durchführen.

Michael Müller sagte: „Studium und Lehre waren im Sommersemester 2020 bedingt durch die Corona-Pandemie mit zahlreichen Herausforderungen verbunden und auch das kommende Hybridsemester wird kein Normales sein. Der heute beschlossene gesetzliche Schutzschirm ist ein weiterer Baustein, um unseren Studierenden in dieser besonderen Zeit Verlässlichkeit im Studium zu bieten und pandemiebedingte Nachteile so gering wie nur möglich zu halten. Auch unsere finanzielle Unterstützung für Studierende in Not und für ihre technischen Bedarfe im Digitalstudium bauen wir weiter aus. Gemeinsam mit unseren Hochschulen sorgen wir dafür, dass in Berlin auch in der Corona-Pandemie ein gutes Studium möglich ist.“