Gäste sitzen vor einer Berliner Gaststätte in Prenzlauer Berg unter Heizpilzen.
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BerlinIn der Diskussion um das Aufstellen von Heizpilzen in der Berliner Gastronomie prescht der Bezirk Reinickendorf nach vorne. Gastwirten wird das Betreiben von Gasheizstrahlern (Heizpilze) und Elektrowärmestrahlern kurzfristig für die kommende Herbst- und Wintersaison erlaubt. Das teilte das Bezirksamt am Mittwoch mit. Somit „können Heizpilze angesichts der existenzbedrohenden Situation für Gastwirte auf Antrag bis zum 31. März 2021 ausnahmsweise genehmigt werden“, heißt es in einer Mitteilung.

Der nötige Antrag muss demnach an die Straßenverkehrsbehörde, Lübener Weg 26, 13407 Berlin adressiert werden. Auf die Sondernutzungsgebühr wird nach Angaben des Bezriksamtes zudem verzichtet, um „der schwierigen wirtschaftlichen Situation der Gaststätten während der Pandemie Rechnung zu tragen“. Auf eine Verwaltungsgebühr dürfe aus rechtlichen Gründen aber nicht verzichtet werden.

Da Heizpilze auf privaten Flächen ohnehin genutzt werden dürfen, stelle sich das Bezirksamt „nicht dem Wunsch entgegen, diese auch auf öffentlichen Flächen einsetzen zu dürfen“. Aus Gründen des Klimaschutzes wird empfohlen, elektrisch betriebene Heizstrahler mit Ökostrom zu verwenden.