Der Leiter des Corona-Krisenstabs im Kanzleramt, General Carsten Breuer, hat das ursprünglich für Ende Januar anvisierte Impfziel von 30 Millionen weiteren Impfungen auf Anfang April verschoben. „Wenn der Impffortschritt so weiter geht wie derzeit, dann käme man hochgerechnet auf Anfang April, bis die nächsten 30 Millionen Impfungen geschafft sind“, sagte Breuer der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom Freitag.

Auch dem zuletzt für Ende Januar angestrebten Ziel, mindestens 80 Prozent der Bevölkerung mit mindestens einer Impfung zu versehen, ist die Bundesregierung in den vergangenen vier Wochen kaum näher gekommen. Das Impfziel war im Dezember schon einmal auf Ende Januar verschoben worden. Nach den letzten verfügbaren Daten vom Mittwoch steht der Anteil derzeit bei 76,3 Prozent der Bevölkerung. Ende Januar waren es 75,8 Prozent gewesen.

Vor Weihnachten seien an einem Tag etwa 1,6 Millionen Menschen geimpft worden, sagte General Breuer. „Wenn wir diesen Schwung hätten aufrechterhalten könnten, hätte man das Ziel Ende Januar erreichen können.“ Die impfskeptischen Gruppen wolle der Krisenstab mit einer möglichst einheitlichen Informationskampagne erreichen. Um den engen Kontakt mit den Ländern zu halten, hat Breuer zusätzlich zum Ressortkrisenstab zwischen Bundesgesundheitsministerium und Bundesinnenministerium einen Bund-Länder-Krisenstab eingerichtet. Ein gemeinsames Lagebild werde „immer zum Mittwoch hergestellt“, sagte Breuer der FAZ.