Berlin - Das Coronavirus breitet sich in Berlin mit unveränderter Geschwindigkeit aus. Am Sonnabend meldeten die Gesundheitsämter der Stadt 313 neue Infektionen, das waren zwei mehr als am Sonnabend vergangener Woche. Seit Mitte vergangener Woche ist das Infektionsgeschehen in Berlin wieder stärker als bundesweit: Je 100.000 Einwohner steckten sich in den vergangenen sieben Tagen rund 68 mit der Seuche an, deutschlandweit waren es 65.

Diese Kennziffer ist maßgeblich für die Öffnungsstrategie des Landes. Der Wert muss unter 100 liegen, damit die ab kommender Woche geltenden Lockerungen Bestand haben. Einkaufen in bislang geschlossenen Geschäften beispielsweise soll ab Dienstag mit Termin möglich sein. Bei privaten Treffen sind dann zwei Haushalte mit insgesamt fünf Personen zugelassen, Kinder bis 14 Jahre nicht eingerechnet.

Infektionen: Große Unterschiede zwischen den Berliner Bezirken 

Zwischen den Bezirken gibt es deutliche Unterschiede, was die Infektionen angeht. Infizierten sich in Pankow in den vergangenen sieben Tagen rechnerisch 37,1 Menschen, waren es in Neukölln 94,9.

Seit Ausbruch der Pandemie haben sich 123.503 der rund 3,7 Millionen Berlinerinnen und Berliner mit dem Coronavirus angesteckt. 2892 Patienten sind im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Knapp 216.000 Menschen haben die erste Impfdosis erhalten, gut 127.500 auch die notwendige zweite Dosis.