Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat sich skeptisch zu einer vierten Corona-Impfung geäußert. Lauterbach teilte am Mittwochabend einen Tweet von Carsten Watzl, dem Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie. Darin geht es um Daten aus Israel zur doppelten Booster-Impfung. Demnach habe eine vierte Impfdosis derzeit „wenig Nutzen“ mit dem aktuellen Impfstoff.

SPD-Politiker Lauterbach kommentierte den Beitrag Watzls wie folgt: „Diese Daten aus Israel sprechen eher gegen 4. Impfung für alle.“ Grundsätzlich gilt ein weiterer Booster mit den derzeit verfügbaren Vakzinen als umstritten. Anfang Februar hatte die Ständige Impfkommission (Stiko) eine zweite Auffrischungsimpfung für alle Menschen über 70, für die Bewohner in Alten- und Pflegeheimen, Menschen mit Immunschwächekrankheiten und alle Mitarbeiter im Gesundheitssektor empfohlen.

Indes sieht der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, keinen Bedarf für einen zweiten Booster. Normalbürger seien nach drei Impfungen „wahrscheinlich lange sehr gut gegen schweren Verlauf und Tod geschützt“, sagte Gassen zu Beginn des Monats gegenüber der Bild-Zeitung.