London - Aus Überforderung und Stress soll eine Mutter während des Corona-Lockdowns in England ihren behinderten, pflegebedürftigen zehnjährigen Sohn getötet haben. Vor Gericht räumte die 40-Jährige am Montag den Totschlag ein, plädierte aber auf verminderte Schuldfähigkeit. Ihre Anwältin sagte, die Frau habe zum Zeitpunkt der Tat im August 2020 unter Depressionen gelitten. Sie sei am besten in einer Psychiatrie aufgehoben. Das Urteil will die Richterin am 11. Februar verkünden.

Die Mutter hatte die Tat in ihrem Haus in London im Gespräch mit einer Freundin eingeräumt und sich dann der Polizei gestellt. Sie habe in den Tagen zuvor schon unter Wahnvorstellungen gelitten.

Der Junge benötigte Hilfe rund um die Uhr und hatte eine spezielle Schule besucht, die aber wegen des Lockdowns geschlossen war. Der Vater war zum Tatzeitpunkt in Spanien.