HamburgMehrere Hundert Menschen haben an mehreren Orten gegen Einschränkungen in der Corona-Pandemie demonstriert. Nach Einschätzung der Polizei versammelten sich in Berlin rund 600 bis 800 Demonstranten. In Hamburg beteiligten sich Behördenangaben zufolge rund 300 Menschen an einer solchen Veranstaltung. Dazu kamen etwa 150 Gegendemonstranten. Bereits am Sonnabend hatte es an verschiedenen Orten kleinere Proteste gegeben.

In mehreren deutschen Städten war am Wochenende zu sogenannten Schweigemärschen aufgerufen worden. Auf der Internetseite heißt es unter anderem: „Worüber müssen wir reden? Darüber, dass die Pandemie von nationaler Tragweite beendet wird – ohne Impfstoff!“ Thematisiert wurden zum Beispiel auch Einschränkungen des Versammlungsrechts und ein selbstbestimmter Umgang mit alten und kranken Angehörigen.

Im brandenburgischen Cottbus erschienen nach Angaben der Stadt trotz eines Demonstrationsverbots etwa 60 Gegner von Schutzmaßnahmen. Die Polizei habe die für Sonnabend vorgesehene Veranstaltung unterbunden, teilte die Stadt am Sonntag mit. Gegen 29 Teilnehmer seien Verfahren wegen Verstößen etwa gegen die Maskenpflicht eingeleitet worden.

Im thüringischen Gera beteiligten sich am Sonnabend laut Polizei bis zu 170 Menschen. Die Teilnehmer der angemeldeten Demonstration hätten Gesichtsmasken getragen und Abstandsregeln eingehalten, sagte eine Sprecherin. An anderen Orten Thüringens gab es kleinere Proteste.