Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zieht angesichts steigender Infektionszahlen offenbar strengere Corona-Maßnahmen für Ungeimpfte in Erwägung. Dies berichten mehrere Medien unter Berufung auf Informationen aus dem CDU-Vorstand. Merkel habe sich dem Parteigremium gegenüber äußerst besorgt gezeigt.

Nach Angaben von n-tv und RTL will Merkel beispielsweise auf tägliche Tests für Ungeimpfte am Arbeitsplatz setzen. Dem Bericht zufolge soll sie gesagt haben, dass es „starke Einschränkungen für Ungeimpfte geben wird“. Auch Maßnahmen über das 2G-Modell hinaus seien denkbar. 

Konkret soll Merkel auf die Frage eines CDU-Vorstandsmitglieds, ob es noch einmal einen Lockdown geben werde, geantwortet haben, dass dies nur für Ungeimpfte eine Option sei. Eine offizielle Bestätigung für die Berichte gibt es bisher nicht. Laut Spiegel sollen mehrere Anwesende dementiert haben, dass Merkel konkrete Maßnahmen angekündigt habe.

Inzidenz über 150, Berlin und Sachsen prüfen härtere Maßnahmen

Seit etwa zwei Wochen steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland wieder deutlich an. Am Dienstag lag der bundesweite Inzidenzwert bei 153,7. Die Zahl der Todesfälle seit Pandemie-Beginn wird in Kürze die Marke von 96.000 überschreiten. Mehrere Bundesländer, darunter Berlin und Sachsen, prüfen angesichts der aktuellen Lage eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen oder bereiten diese bereits vor.