Berlin - Mögliches Ende der Geisterspiele: 20 Experten und Wissenschaftler haben zusammen einen modularen Plan entwickelt, der schrittweise die Rückkehr der Fans in die deutschen Fußballstadien und Hallen ermöglichen soll.

„Irgendwann muss die Frage beantwortet werden, wie gehen wir die Schritte zurück. Wir wollen der Politik einen Weg zeigen, wie geht es zurück. Das steht für uns im Vordergrund“, sagte Hygiene-Experte und Mitautor Florian Kainzinger am Montag bei der Vorstellung der Studie. „Das Wann ist eine Frage, die die Politik gerne mit uns diskutieren kann. Wir denken, dass der Einstieg bald möglich ist. Aber wichtiger ist das Wie.“

Der dafür angefertigte Leitfaden unterteilt sich in drei Bereiche:

  • Basiskonzept mit einer Auslastung der Zuschauerkapazität bis zu 40 Prozent
  • Spezialkonzept mit einer Auslastung bis zu 80 Prozent
  • Testkonzept für eine hundertprozentige Vollauslastung

Die Initiative wird unter anderen von den großen Verbänden und Profiligen aus dem Fußball, Handball, Basketball, Volleyball und Eishockey unterstützt. „Mit dem Konzept wollen wir mit der Politik in den Dialog treten. Ich glaube, das kann ein Aufbruchssignal für die Gesellschaft insgesamt sein. Keiner hat mehr Lust auf den Lockdown. Wir wissen um die Brisanz einer Öffnung, halten sie aber für verantwortbar“, sagte Frank Bohmann, Geschäftsführer der Handball-Bundesliga, der Deutschen Presse-Agentur.