Potsdam - Strikter als die Bundesregierung: Brandenburg geht mit den Corona-Regeln zum Teil über die Bundes-Notbremse hinaus. Sportstätten in Gebäuden blieben geschlossen und sollten auch nicht für einen begrenzten Personenkreis erlaubt werden, kündigte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Freitag an. Der Wechselunterricht solle an weiterführenden Schulen ab 3. Mai möglich sein, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an drei Tagen unter 165 bleibt. Weiterführende Schulen sind derzeit im Fernunterricht.

Auch bei Demonstrationen hält Brandenburg an der strengeren Regelung fest: Bis zu 500 Teilnehmer sind erlaubt, bei einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 dürfen es nur bis zu 100 sein. Eine Verschärfung gibt es für Grundschulen und Kitas mit der Schließung von Schulen ab dem Wert von 165; bisher galt die Grenze von 200.

24 Verstöße gegen Corona-Notbremse in vier Nächten

Die Brandenburger Polizei hat in den vier Nächten seit Montag 24 Verstöße gegen die Corona-Notbremse festgestellt. Zur Zeit der nächtlichen Ausgangsbeschränkungen zwischen 22 und 5 Uhr sei aber nicht gezielt kontrolliert worden, sagte Torsten Herbst, Sprecher des Brandenburger Polizeipräsidiums, am Freitag. Darauf geachtet werde bei üblichen anderen Kontrollen. „Die Beamten schauen aber, ob Maskenpflicht und Abstandsregelungen eingehalten werden“, sagte er. Bei Verstößen werden demnach Personalien aufgenommen und die Ordnungswidrigkeiten an die zuständigen Ordnungsämter weiter geleitet. Die würden dann über die Höhe der Strafen entscheiden, sagte Herbst.