Berlin - Besucherrekord trotz Corona: Im Jahr 2020 kamen so viele Besucher wie seit Jahren nicht mehr in den Britzer Garten in Berlin. Mehr als eine Million Menschen wurden trotz Pandemie-Einschränkungen in dem etwa 90 Hektar großen Park zwischen Neukölln und Mariendorf registriert, wie die Grün Berlin GmbH am Dienstag mitteilte. Das waren demnach rund 200.000 Besucher mehr als noch 2019 (23 Prozent mehr).

Zwar mussten traditionelle Feste, Blumenschauen und Konzerte abgesagt werden. In den Sommermonaten waren aber unter strenger Hygiene Veranstaltungen wie Freiluftkino, Song-Slam und eine Ferienaktion im Lehmdorf möglich, wie die landeseigene Gesellschaft angab.

Weniger Touristen, aber mehr Besucher in den Gärten der Welt

In den Gärten der Welt im Stadtteil Marzahn, die ebenfalls zu Grün Berlin gehören, mussten demnach rund 90 Prozent der mittleren und großen Events wegen Corona abgesagt werden, so das Kirschblütenfest und die Berliner Highland Games. Obwohl weniger Touristen kommen konnten, zog es auch mehr Besucher aus der Hauptstadtregion in diese grüne Oase. Gezählt wurden 700.000 Gäste, rund zwei Prozent mehr als 2019.

Die Corona-Krise habe gezeigt, wie wichtig Parks in urbanen Ballungsgebieten als Freizeit-, Kultur- und Erholungsflächen seien, hieß es von der Grün Berlin GmbH. Für eine Auszeit vom Alltag oder eine Sporteinheit an der frischen Luft entwickelten sich die Parks mehr und mehr zu Freiräumen für die Einwohner.

Trotz Corona seien die Planungen für die neue Saison angelaufen, hieß es. Abhängig von der pandemischen Lage werde rechtzeitig informiert, ob Veranstaltungen stattfinden können. Informationen gebe es auch im Veranstaltungskalender auf den Internetseiten der Gärten.

Zudem wird im Britzer Garten der Eingang Blütenachse saniert. Neue sanitäre Anlagen sowie Radstellplätze und ein Baumstammlabyrinth sollen voraussichtlich im April fertig sein. In den Gärten der Welt entsteht ein 800 Quadratmeter großer Spielplatz. Im Frühjahr solle zudem der Jüdische Garten eröffnet werden.