Berlin - Den Berlinern geht es laut einer Umfrage teilweise finanziell schlechter als noch vor der Corona-Pandemie. Demnach ist ein Viertel der Hauptstadtbewohner von den Einbußen betroffen. Knapp zwei Drittel begründen dies mit den Einschränkungen der Corona-Pandemie. Insbesondere Menschen, die in der Gastronomie oder Hotellerie arbeiten, sind betroffen, sagt der Generalbevollmächtigte für Privat- und Firmenkunden bei der Berliner Sparkasse, Olaf Schulz. 25 Prozent der Befragten gaben an, nichts sparen zu können. 25 Prozent legen pro Monat bis zu 100 Euro zur Seite. Zwischen 101 und 200 Euro sparen 17 Prozent und 32 Prozent noch mehr. 

Die Berliner Sparkasse hat aber offenbar einen Zuwachs an Wertpapierkunden. Jeder Vierte setze mittlerweile auf Aktien. Der Umfrage zufolge beschäftigen sich 27 Prozent der Berliner seit Ausbruch der Pandemie intensiver mit dem Thema Aktienmarkt und Geldanlagen, heißt es. Gerade bei den Jüngeren wächst das Interesse: Hier seien es sogar 43 Prozent. 

56 Prozent der Berliner sparen für ungeplante Ausgaben

Die Berliner insgesamt bevorzugen aber immer noch das Sparbuch (35 Prozent) und das Tagesgeldkonto (34 Prozent). 28 Prozent zahlen der Umfrage zufolge in eine Private Rentenversicherung ein. Aktien und Aktienfonds nutzen 27 beziehungsweise 23 Prozent. 

Die meisten Berliner sparen, um finanziell auf ungeplante Anschaffungen vorbereitet zu sein (56 Prozent). Für Notfälle legen 48 Prozent Geld beiseite. 43 Prozent sparen auf das Leben im Alter. 41 Prozent sparen auf Reisen. Ebenso viele Prozent nennen keinen konkreten Spargrund. 20 Prozent der Befragten sparen für den Kauf von Wohneigentum.