In vielen deutschen Städten sind am Montagabend erneut zahlreiche Menschen im Zusammenhang mit den Corona-Maßnahmen auf die Straße gegangen – auch in Berlin und Brandenburg. Dabei blieb es nach ersten Angaben der Polizei größtenteils friedlich. In Thüringen gingen insgesamt rund 20.000 Menschen auf die Straße.

In Gera, Gotha und Altenburg demonstrierten laut Polizei jeweils rund 2000 Menschen. Die Proteste richteten sich entweder gegen die Corona-Politik oder die Maßnahmengegner. Größere Zwischenfälle seien zunächst nicht bekannt geworden. Lediglich in Jena habe bei einer Blockade eines Aufzugs Pfefferspray eingesetzt werden müssen. Insgesamt habe es in Thüringen 87 Versammlungen gegeben, die weitgehend nicht angemeldet waren.

8000 Demonstranten in Meck-Pomm, 2500 in Pforzheim

In Mecklenburg-Vorpommern nahmen nach Angaben der Polizei rund 8000 Teilnehmer an den Protesten gegen die Corona-Maßnahmen teil, etwas weniger als in den Vorwochen. Insgesamt sicherte die Polizei dort Aktionen in rund 25 Städten ab. Bei fast allen Protestveranstaltungen wurden besonders die bereits beschlossene Impfpflicht für Menschen in Gesundheitsberufen sowie eine mögliche allgemeine Impfpflicht kritisiert. „Wir arbeiten mit Herz, nicht mit Impfpflicht“, stand auf Transparenten in Neubrandenburg. In zahlreichen Städten kam es auch zu Gegenaktionen.

Auch in Baden-Württemberg demonstrierten Tausende Menschen gegen die Corona-Politik. In Pforzheim meldete ein Polizeisprecher rund 2500 Demonstranten.

Bayern: Corona-Proteste in Dutzenden Städten

In Bayern kam es in Dutzenden Städten zu Protesten gegen die Maßnahmen. In Augsburg kamen nach ersten Erkenntnissen der Polizei rund 1200 Menschen zusammen, in Nürnberg etwa 1000.

In Brandenburg gingen Hunderte Menschen gegen die Corona-Politik auf die Straßen. In Bernau (Barnim) wurden dabei ein Polizist und ein 57 Jahre alter Demonstrant leicht verletzt. Nach Angaben eines Polizeisprechers wurde der Beamte, der einen Weg versperren wollte, geschubst. In der Hauptstadt Berlin fand eine Kundgebung am Alexanderplatz statt.

Lübeck: Menschenkette umzingelt Rathaus

In Lübeck beteiligten sich etwa 350 Menschen an einer Menschenkette rund um das Rathaus, um gegen Impfgegner und Corona-Leugner zu protestieren. Zu der Demonstration hatte das Bündnis „Wir können sie stoppen“ aufgerufen. Gleichzeitig protestierten, wie schon an den vergangenen Montagen, nach Polizeiangaben rund 2500 Menschen gegen die Corona-Beschränkungen.