BerlinEine von den Kultusministerin im November angekündigte Studie zur Corona-Ansteckungsgefahr in Schulen soll einem Medienbericht zufolge erst im Sommer 2021 fertig sein. Wie das ARD-Magazin „Panorama“ meldet, ist das Projekt laut des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) am 10. Dezember gestartet und soll neun Monate dauern. Das HZI hat zusammen mit der Kinderklinik der Universität Köln den Auftrag, die Untersuchung durchzuführen.

Auf Nachfrage teilte die die zuständige Epidemiologin und Co-Projektleiterin Berit Lange dem Magazin mit, es sei geplant, Zwischenergebnisse zu einzelnen Bereichen zu veröffentlichen. Bei der Ankündigung der Studie durch die Kultusminister hieß es, die Hamburger Schulbehörde werde sich um die Vorbereitung des mehrteiligen Vorhabens kümmern. Diese gab auf Anfrage von Panorama an, ihr sei als Veröffentlichungstermin Januar 2021 angekündigt worden.

In Österreich liegen bereits erste Ergebnisse einer ähnlichen Studie vor. Ihr Leiter Michael Wagner sagte dem Magazin, eine Schule könnte nicht so geschützt werden, dass dort keine Übertragungen stattfinden, wenn das Infektionsgeschehen draußen hoch sei. Er habe „das nie ganz verstanden, wie man sagen kann, in den Schulen passiert nichts, warum sich die Politik so verliebt hat in diese These“. Demnach sagte er weiter: „Es war ein politisches Narrativ, weil das natürlich vieles erleichtert, wenn es so wäre. Aber es ist ein wenig Wunschdenken. Und es ist auch ein wenig Kopf in den Sand stecken.“