Berlin - Der Corona-Selbsttest hat Konjunktur: Arbeitgeber müssen ihn anbieten, auch im eigenen Haushalt macht sich ein kleiner Vorrat gut. Will man sich etwa nach einer Infektion mit mildem Verlauf frühzeitig aus der Quarantäne oder Isolation „freitesten“, kann ein Selbsttest erste Auskunft geben. Danach sollte ein weiterer Antigen- oder PCR-Test im Testzentrum das Ergebnis absichern.

Die Verlässlichkeit von Selbsttests wird indes immer wieder angezweifelt. Und tatsächlich lauern beim Testen zu Hause einige Tücken, die man umgehen kann. Sieben Aspekte, auf die Sie achten sollten: 

1. Tiefe

Auch wenn es unangenehm ist und man danach so heftig niesen muss, dass es im kleinen Zeh noch spürbar ist: Das Stäbchen muss tief in die Nase hinein. Können Sie sich selbst nicht überwinden, fragen Sie Ihren Partner, Ihre Mitbewohner oder Eltern, ob diese den Abstrich an Ihnen durchführen können.

2. Zeitpunkt

Wie beim Schwangerschaftstest: Der beste Zeitpunkt ist morgens nach dem Aufstehen, dann ist die Viruslast theoretisch am höchsten. Eine halbe Stunde vor dem Test sollten Sie nichts essen und trinken. Und davor im Idealfall auch nicht die Zähne putzen.

3. Lagerung

Wie ein guter Wein darf auch der Selbsttest weder zu kühl noch zu warm gelagert werden. Zu hohe oder zu niedrige Temperaturen können sich negativ auf die Sensitivität und Validität des Tests auswirken. Ganz so anspruchsvoll wie ein Wein (zehn bis zwölf Grad) ist der Selbsttest in puncto Lagerung dann doch nicht: Alles zwischen fünf und 30 Grad ist im grünen Bereich.

4. Rachen statt Nase: falscher Abstrich

Der Abstrich ist für die Nase gedacht, nicht für den Rachen. Und er sollte am besten in beiden Nasenlöchern durchgeführt werden: Doppeltes Leid bringt höhere Validität!

5. Wartezeit

Nicht zu kurz und nicht zu lang: Warten Sie genau so lange, wie es im Beipackzettel angegeben ist, bevor Sie das Ergebnis ablesen. Meistens sind es 15 Minuten.

6. Teststreifen

Auch wenn er nur schemenhaft zu erkennen ist, nur in einem blassen Fliederton durchscheint: Ist der Streifen sichtbar, sollten Sie ihn ernst nehmen. Er deutet auf eine Virenlast im Körper hin.

7. Das C steht nicht für Corona ...

 ... sondern für Control. Wenn sich beim Buchstaben „C“ auf dem Testkit eine rote Linie ihren Weg bahnt, heißt das nicht, dass Sie mit Corona infiziert sind, sondern dass der Test ausgewertet werden kann. Die Linie beim „C“ zeigt also an, dass Sie alles richtig gemacht haben. Das Ergebnis ist beim „T “(für Test) abzulesen.