BerlinIn Berlin hat die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei den neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus wieder fast die Marke von 200 erreicht. Am Sonntag stieg der Wert im Lagebericht des Senats auf 190,6. Die Zahl gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen angesteckt haben. Vor Weihnachten hatte der Wert in Berlin deutlich über 200 gelegen und war danach gesunken. Inzwischen liegt er in fünf Bezirken wieder über 200. In Spandau erreicht er sogar 300.

Der Senat hatte angekündigt, bei so hohen Infektionszahlen zu prüfen, ob ähnlich wie in Brandenburg auch für die Hauptstadt eine neue Regel zur Einschränkung der Bewegungsfreiheit gelten soll.

340 neue Coronafälle wurden am Sonntag gemeldet. Seit Beginn der Pandemie wuchs die Zahl der Infizierten damit auf 106.197. Rund 86.000 Menschen gelten als genesen, etwa 20.000 als aktuell infiziert.

Allerdings werden am Wochenende meist weniger Neuinfektionen erfasst oder gemeldet, sodass die Zahlen meist zu niedrig liegen. So leiteten mehrere Bezirke keine Zahlen weiter. Die Nachmeldungen kommen dann in den folgenden Tagen.

Fünf Todesfälle wurden neu gemeldet. Damit starben in der Hauptstadt seit dem Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit Covid-19 1565 Menschen. Bei der Belegung der Intensivbetten mit Covid-Patienten bleibt die Situation angespannt. Die Auslastung lag bei rund 33 Prozent. Die Corona-Ampel des Senats zeigt weiter zweimal Rot.