Symbolfoto von Euroscheinen verschiedener Stückelungen.
Foto: imago images/Jens Schicke

Berlin/BrandenburgIm Zusammenhang mit Betrugsfällen bei der Beantragung von Corona-Soforthilfen spricht das Landeskriminalamt in Brandenburg aktuell von 56 möglichen Fällen. Die Ermittler beziffern die Schadenssumme auf rund 437.000 Euro, wie das Innenministerium bestätigte. Die Märkische Allgemeine hatte zuvor darüber berichtet.

Nur sieben Verfahren hatten nach Ministeriumsangaben bis Ende Juni vorgelegen. Damit stieg die Zahl aktuell also stark an. In 151 Fällen prüfen die Ermittler einen Verdacht gegen Betrüger. Dabei leben nicht alle verdächtigen Personen in Brandenburg. So soll in 15 Fällen in Berlin ermittelt werden, in vier in Nordrhein-Westfalen und in einem in Bayern. Ermittelt wird demzufolge wegen des Verdachts auf Subventionsbetrug oder betrügerische Beantragung von Soforthilfe. Die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) stellte bei der Überprüfung von Unterlagen mögliche Betrugsfälle fest.

Nach Angaben der ILB erhielten mehr als 63.000 Unternehmen und Solo-Selbstständige Ende März auf Antrag Soforthilfen. Die finanzielle Unterstützung lag dabei je nach Betriebsgröße zwischen 9000 und 60.000 Euro.