Sänger Tim Bendzko.
Foto:
imago images/STAR-MEDIA

HalleWie hoch ist das Corona-Ansteckungsrisiko bei Großveranstaltungen? Das wollen Wissenschaftler der Universität Halle bei einem Konzert mit Tim Bendzko („Keine Maschine“) herausfinden. 

Wie die Uni mitteilte, läuft die Studie am 22. August von 8 bis 18 Uhr in der Arena Leipzig. Dazu werden 4000 gesunde Probanden im Alter von 18 bis 50 Jahren gesucht. Es werden drei verschiedene Szenarien nachgestellt: Im ersten Szenario wird eine Veranstaltung mit 4000 Besuchern und einem Veranstaltungsablauf wie vor Beginn der Pandemie simuliert. Im zweiten Szenario werden ebenfalls 4000 Besucher in die Halle gelassen, allerdings nach einem optimierten Hygienekonzept und mit deutlichen größeren Abständen zwischen den Teilnehmern. In Szenario 3 wird auf den Zuschauertribünen ein Abstand von 1,5 Metern eingehalten. Hier sind nur noch knapp 2000 Probanden beteiligt.

Während den einzelnen Szenarien wird der Musiker Tim Bendzko ein Konzert geben, um das Zuschauerverhalten möglichst realitätsnah abzubilden, hieß es in der Mitteilung. Auch die An- und Abreise mit der Straßenbahn soll untersucht werden.

Teilnehmen darf nur, wer innerhalb von 48 Stunden vor Veranstaltungsbeginn keine Corona-Symptome zeigte, keinen Kontakt zu Infizierten hatte und sich nicht in einem Riskikogebiet aufgehalten hat. Die Probanden sollen eine FFP2-Atemschutzmaske und Desinfektionsmittel für die Hände erhalten. Während der Versuchsdurchführung werden den Probanden dann sogenannte „Contact Tracer“ ausgehändigt. Dabei handelt es sich um kleine Sender, die die Kontaktraten und Annäherungen der einzelnen Teilnehmer bestimmen. Diesen „Contact Tracer“ müssen die Teilnehmer während der Experimente stets bei sich tragen. Sollte sich also tatsächlich ein infizierter Teilnehmer unter den Probanden befinden, so könnten die wirklichen Kontakte dieses Probanden schnell nachvollzogen werden, hieß es von der Universität.